Umfrage des 64. AStA der UdS macht deutlich, dass der Verwaltungskostenbeitrag dem Hochschulstandort Saarland schaden wird

von Benedict Weber

Umfrage des 64. AStA der UdS macht deutlich, dass der Verwaltungskostenbeitrag dem Hochschulstandort Saarland schaden wird

Aufgrund der geplanten Einführung des § 16a -Verwaltungskostenbeitrag- im Saarländischen Hochschulgebührengesetz hat der 64. AStA der Universität des Saarlandes eine Umfrage unter allen Studierenden zu diesem Thema durchgeführt. „Ziel der Umfrage war es herauszufinden, ob die Studierenden der UdS bereit wären einen Verwaltungskostenbeitrag zu zahlen und wie die Lebens- und Studienbedingungen damit zusammenhängen“, so Benedict-Julian Weber, Vorsitzender des AStA.

Die Umfrage war vom 27.11.2017, 16:30 bis zum 2.11.2017, 16:30 Uhr aktiv und umfasste 17 Fragen. Die Umfrage ist allen Studierenden an ihre Universitätsemailadresse zugeschickt worden und es haben insgesamt 3130 Studierende teilgenommen. Die Tatsache, dass in so kurzer Zeit so viele Studierende teilgenommen haben zeigt, dass das Thema die Studierendenschaft bewegt.

Die Auswertung der Umfrage hat ergeben, dass 83,72% der Befragten nicht bereit wären einen Verwaltungskostenbeitrag zu zahlen. Außerdem sagen 51,09% der Befragten Bachelorstudierenden, dass es sehr wahrscheinlich bis wahrscheinlich ist, dass sie aufgrund steigender Gebühren für ihren Master an eine andere Universität wechseln würden. “Jetzt muss auch das Parlament anerkennen, dass es klar gegen die Interessen der Studierendenschaft handelt“, so Katharina Waller, Vorsitzende des AStA.

Besonders alarmierend ist aus Sicht des 64. AStA, dass die Mehrheit der Befragten, nämlich 68,79%, nicht mehr als 600€ im Monat zur Verfügung haben. „Wer im Monat unter 600€ zur Verfügung hat, lebt nicht nur unterhalb der Armutsgrenze, sondern hat auch in keinem Fall das Geld einen Verwaltungskostenbeitrag zu zahlen“, so Benedict Julian Weber, Vorsitzender des AStA. „Die Politik kann nicht die Augen davor verschließen, dass auch ein Verwaltungskostenbeitrag von 50€ das Ende des gleichberechtigten Zugangs zur Bildung ist“, ergänzt die Vorsitzende Katharina Waller.

Des Weiteren hat die Umfrage ergeben, dass 54,69% der Befragten schon vor Ihrem Studium im Saarland gewohnt haben. Von den 45,27% die zuvor nicht im Saarland gewohnt haben, kommen die meisten, nämlich 29,69 %, aus Rheinland-Pfalz. „Diese Zahlen machen deutlich, dass unsere Universität vor allem in einer direkten Konkurrenz zu den Hochschulen in Rheinland-Pfalz steht, die im übrigen keine Verwaltugskostenbeiträge erheben“, so der Vorsitzende Benedict-Julian Weber. Betrachtet man dies vor dem Hintergrund, dass eine Vielzahl der Befragten angegeben hat, dass für sie die anfallenden Gebühren pro Semester ein wichtiges Auswahlkriterium sind, ist mit einem weiteren Rückgang der Studierendenzahlen zu rechnen.

 

Die Umfrage hat unsere Befürchtungen hinsichtlich der Folgen des Verwaltungskostenbeitrags bestätigt, da nicht nur mit einem weiteren Rückgang der Studierendenzahlen und somit auch der Hochschulpaktmittel, sondern auch mit einer Verschärfung der sozialen Lage der Studierenden fest zu rechnen ist“, so die Vorsitzende Katharina Waller.

 

Als 64. AStA der Universität des Saarlandes können wir daher nur hoffen, dass die Mitglieder des Landtages gegen den geplanten §16a -Verwaltungskostenbeitrag- und damit für einen starken Hochschulstandort im Saarland stimmen“, so die Vorsitzenden abschließend.

 

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